Marien-Stollen bei Malliß

Mallißer Industriekultur

Wanderungen zur Geschichte des Bergbaus in Malliß

Zielgruppen: Wanderer und Familien
Start: Infozentrum Mallißer Industriekultur
Route: Rundweg
Länge: 7 und 6 Kilometer

Zwei EntdeckerRouten führen Sie zu den Spuren der Mallißer Industriekultur, die vom Bergbau, Ziegeleien und dem sich im 19. Jahrhundert entfaltenden Transportwesen, Binnenschifffahrt und Eisenbahn, geprägt wurde.

Routenverlauf

Auf der Südschleife besuchen Sie die Mundlöcher des Stollen Conow I und des Marien-Stollens, den Kreuzkanal und den ehemaligen Bahnhof von Malliß.
Die Nordschleife streift die ehemalige Elde-Ziegelei und die Siedlung des Marinearsenals. Über die Kirche von Conow und den Solebrunnen geht es zurück nach Malliß. Höhepunkt ist der Besuch des Aussichtsturms in Karenz mit weitem Blick über das Landschaftsschutzgebiet.
Auf der dritten Route Junge Geologen lernen Kinder die geheimnisvolle Welt der Bodenschätze und ihre Gewinnung kennen. Die ca. 6 km lange Route richtet sich an Kinder ab 10 Jahren, die durch Erwachsene begleitet werden. Diese Route folgt weitgehend der Mallißer Südschleife.

Ein geologisches Phänomen

Schnitt durch den Wanzeberg
Schnitt durch den Wanzeberg (Zeichnung: A. Adler)

Der Bergbau im Mallißer Gebiet war einem geologischen Phänomen zu verdanken. Nördlich von Malliß befindet sich ein großer Salzstock. Das Salz dehnte sich nach oben aus und formte so den Wanzeberg. Mit dem aufsteigenden Salz wurden tiefer gelegene Gesteinsschichten Richtung Erdoberfläche geschoben, die Braunkohle, Kali- und Steinsalze sowie Kalkmergel enthielten. Diese Bodenschätze wurden damit abbaubar.
Vom Beginn des 14. Jahrhunderts bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Steinsalz abgebaut. Die Salzquelle befand sich zunächst im Besitz des Nonnenklosters Eldena, bis dieses 1588 aufgelöst wurde. Im 19. Jahrhundert wurden Ton, Kali und Braunkohle zu begehrten Bodenschätzen. Parallel zum Bergbau entwickelte sich eine verarbeitende Industrie in der Umgebung. So entstand in Malliß mehrere Ziegeleien.

Braunkohlebergbau

Kumpel im Stollen Malliß
Kumpel im Mallißer Stollen

Die Braunkohlenlagerstätte Malliß ist die größte in Mecklenburg-Vorpommern. Mit Unterbrechungen wurde hier rund 100 Jahre lang Braunkohle gefördert, was bis heute sichtbare Spuren in der Umgebung hinterlassen hat. Südöstlich der heutigen B 191 liegen das Friedrich-Franz- und das Marien-Stollen-Feld, die im 19. Jahrhundert ausgebeutet wurden. Zwischen 1890 und 1960 kam das Conow-Feld nordwestlich der Bundesstraße hinzu.

Junge Geologen

Salzstock am Wanzeberg für Kinder
Auf der Kinderroute geht es Salz und andere Bodenschätze

Auf der Kinderroute „Junge Geologen“ geht es um Bodenschätze rund um Malliß. Was genau Bodenschätze sind, wie man sie vor langer Zeit aus dem Boden geholt und was man damit gemacht wurde, wird auf dem sechs Kilometer langen Rundgang erzählt. Ein großer Klumpen Salz, der unter dem Wanzeberg liegt, spielt dabei eine wichtige Rolle.

Entdeckerpunkte auf diesen Routen:

Mit der EntdeckerRouten-App erfahren Sie an 16 Stationen mehr zu den Themen

  1. Informationszentrum Mallißer Industriekultur
  2. Die Waschkaue
  3. Mundloch Conow I
  4. Das Steigerhaus
  5. Verwaltungsgebäude Bergwerk
  6. Wald und Bergbau
  7. Marien-Stollen
  8. Ehemaliger Bahnhof Malliß
  9. Am Kreuzkanal
  10. Der Schulwald
  11. Die Marinesiedlung
  12. Ehemalige Elde-Ziegelei
  13. Aussichtsturm Karenz
  14. Kirche zu Conow
  15. Solebrunnen
  16. Bergbaudenkmal

Mehr zum Thema Bergbau in Mecklenburg

Auch im nahen Lübtheen wurden im 19. Jahrhundert Bodenschätze gewonnen. Der Abbau von Gips und Kalisalzen machte das beschauliche Städtchen zu einem beachtlichen Industriestandort. Mehr dazu erfahren Sie auf der EntdeckerRoute Lübtheener Stadtrundgang.
Tipp: Das Museum Altes Küsterhaus in Lübtheen stellt die Geschichte des Bergbaus in der Region vor.


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Unter Routen finden Sie alle Routen in der Region Ludwigslust.


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