Fleischhunger

Die kleine Straße heißt Kuhberg. Hier liegt Station 11 der Umweltrallye Hamburg, an der es um unseren Fleischhunger und dessen Auswirkung auf das Klima geht.
Kühe hier mitten in der Stadt? Ja, das gab es.
Vor 170 Jahren weideten Kühe auf den weitläufigen Wiesen des Heiligengeistfeldes. Die Milchkühe wurden hier am Kuhberg gemolken. Die schlachtreifen Rinder trieb man zum Schlachthof am Hafen unterhalb des Kuhbergs.

Appetit auf Fleisch

Als die Stadtbevölkerung im 19. Jahrhundert wuchs, wuchs auch der Appetit auf Fleisch. Die Hamburger Stadtväter verlegten den Viehmarkt und die Fleischproduktion vom Hafen in die Gegend des Heiligengeistfeldes und der Sternschanze. Der Hamburger Fleischgroßmarkt befindet sich bis heute in der Nähe des Schanzenviertels. 190.000 Tonnen Fleisch werden dort jährlich gehandelt und verarbeitet.
Unser großer Fleischhunger bleibt für die Umwelt und das Klima nicht ohne Folgen. Denn Fleisch gehört zu den emissionsintensiven Lebensmitteln. Bei der Haltung von Rindern beispielsweise entsteht viel Methan. Als Treibhausgas ist Methan fünfundzwanzig Mal so wirksam wie CO2. Die Tiere produzieren Methan bei ihrer Verdauung. Mit jedem Rülps und jedem Pups setzen sie Methan frei. Allein in Deutschland gibt es rund 12 Millionen Rinder. Jedes dieser Tiere produziert 150 bis 250 Liter Methan – pro Tag – und trägt damit zur Klimaerwärmung bei.
Die Folgen beleuchtet der jährlich von der Heinrich Böll Stiftung herausgegebene Fleischatlas mit kurzen Texten und vielen Infografiken zum Thema Fleischkonsum.

Massentierhaltung und CO2

Die Massentierhaltung und die Fleischproduktion hinterlassen auch sonst einen großen ökologischen Fußabdruck auf unserem Planeten. Zum Vergleich: Bei der Produktion von einem Kilo Blattgemüse entstehen rund 200 Gramm klimaschädliches CO2. Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch verursacht dagegen bis zu 25 Kilo CO2.
Umdenken auf dem Teller ist also dringend notwendig!

Gruppe bei der Zubereitung von vegetarischem Essen
Gemeinsam vegetarisch Kochen macht Spaß

Fleischlos glücklich

Der Fleischkonsum hinterlässt einen viel größeren ökologischen Fußabdruck als die vegetarische Kost. Wenn du hin und wieder oder sogar ganz auf Fleisch auf dem Teller verzichtest, tust du etwas für den Klimaschutz und für deine Gesundheit. Zum Glück gibt es tolle vegetarische Rezepte, die du ausprobieren kannst.

Tipp 1: Überlege, wie oft du in der Woche Fleisch und Wurst isst. Im Internet zeigt dir der Blitzrechner „Fleisch“, wieviel CO2, Wasser und Antibiotika du einsparen kannst, wenn du hin und wieder auf Fleisch verzichtest.
Tipp 2: Wokgemüse mit gebratenen Tofuwürfeln. Das lässt sich superschnell zubereiten und ist ein rundherum gesundes, leckeres Essen. Auf der Internetseite von Utopia findest du Informationen und Anregungen für deinen Speiseplan. Wenn du es vegan liebst wirst du bei Provegan fündig.
Tipp 3: Deine Schulkantine soll klimafreundliches Essen bieten? Anregungen dafür hat der Ökomarkt e.V. Hamburg mit seiner Aktion für eine klimafreundliche Schulverpflegung. Das E-Book zum Thema mit 34 saisonalen, regionalen und vegetarischen (teilweise auch veganen) Rezepten gibt es hier.

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Pate der Station „Fleischhunger“ ist PeTA Deutschland

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